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	<description>Risikomanagement, Basel II, Finanzmarktregulierung, Stresstests</description>
	<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 15:39:53 +0000</pubDate>
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		<title>Basel III-Details sind festgezurrt</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 15:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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Noch gestern drangen Informationen an die Öffentlichkeit, dass der Baseler Ausschuss seine Sitzung am Dienstag beendet habe, ohne einen Konsens zu schärferen Eigenkapitalregeln für Banken gefunden zu haben. Mittlerweile stellt sich die Situation anders dar – respektive steuern die im Gremium vertretenen Aufseher diesem Eindruck kommunikativ entgegen. So berichtet die heutige Presse unisono über einen Kompromiss, der nun am Sonntag vom Gouverneursrat des Ausschusses final abgesegnet werden soll. Auf ihrer Titelseite vermeldet die Börsen-Zeitung „Basel III ist auf der Zielgeraden“ – und verweist auf Aussagen des am Sonntag in Basel mit abstimmenden Bundesbank-Chefs Axel Weber...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2010/09/baselokay.jpg" alt="baselokay" title="baselokay" width="163" height="143" class="alignleft size-full wp-image-1945" /><strong>Nachdem die Grundmauern des „Basel III-Gebäudes“ schon seit einiger Zeit stehen, kann nun offenbar „Richtfest“ gefeiert werden – der finale Anstrich soll am Wochenende folgen.</strong><br />
Noch gestern drangen Informationen an die Öffentlichkeit, dass der Baseler Ausschuss seine Sitzung am Dienstag beendet habe, ohne einen Konsens zu schärferen Eigenkapitalregeln für Banken gefunden zu haben. Mittlerweile stellt sich die Situation anders dar – respektive steuern die im Gremium vertretenen Aufseher diesem Eindruck kommunikativ entgegen. So berichtet die heutige Presse unisono über einen Kompromiss, der nun am Sonntag vom Gouverneursrat des Ausschusses final abgesegnet werden soll. Auf ihrer Titelseite vermeldet die Börsen-Zeitung „Basel III ist auf der Zielgeraden“ – und verweist auf Aussagen des am Sonntag in Basel mit abstimmenden Bundesbank-Chefs Axel Weber. „Der Zug nach Basel ist on track“, erklärte Weber. Das Handelsblatt berichtet, dass der nun anstehende Kompromiss zumindest in Teilen hinter den Extremforderungen im Ausschuss zurück bleibe. „Außerdem zeichnen sich lange Übergangsfristen ab, die gerade den hierzulande oft vergleichsweise schwach kapitalisierten Häusern entgegenkommen.“ Nach Aussage von Bundesbank-Vize Franz-Christoph Zeitler haben die Banken ausreichend Zeit, sich über eine ab 2013 greifende Stufenregelung auf die neuen Anforderungen einzustellen. Die Übergangsphase soll zwischen 5 und 10 Jahren betragen. „Das legt nahe, dass der Kompromiss am Ende bei sieben Jahren liegt“, so das Handelsblatt.</p>
<p>„Als gesichert gilt, dass die Kernkapitalquote der Banken künftig bei mindestens sechs Prozent liegen wird“, merkt die Zeitung zu den jetzt kommunizierten Grundrissen des Basel III-Konsens weiter an. Das Gremium hat hier nach Aussage von Bundesbank-Vize Zeitler einen Kompromiss im Vergleich zu den Vorschlägen des Sekretariats des Baseler Ausschusses gefunden. Dessen strikt formulierten Forderungen hatten die jüngsten, teils dramatisch formulierten, Einwände der Banken ausgelöst. Bundesbank-Chef Weber wies gestern im Rahmen der Handelsblatt-Konferenz „Banken im Umbruch“ diese Kritik zurück: „Die neuen Regeln werden kommen. Die neuen Regeln werden nicht dazu führen, dass das Bankensystem in seiner Effizienz beeinträchtigt wird.“ Diese „Klartext-Wortmeldung“ richtet sich nach Ansicht des Handelsblatts vor allem an Branchenverbände und Topbanker.</p>
<p>Den jüngsten Informationen zufolge, wird im Rahmen von Basel III zudem ein Kapitalpuffer zur Pflicht. „Unterschreiten Banken diesen, werden sie von der Aufsicht zwar nicht geschlossen, doch sie dürfen dann nur noch begrenzt Dividenden ausschütten oder Aktien zurückkaufen“, merkt das Handelsblatt an. Hier war ursprünglich eine Quote von drei Prozent als permanenter Kapitalpuffer in der Diskussion. „Der Ausschuss hat sich nun offenbar auf einen geringeren Wert geeinigt“, heißt es. Nach Analyse der Börsen-Zeitung konnte Deutschland auch bei der hierzulande heftig attackierten Leverage Ratio eine weitere Lockerung durchsetzen. Ohnehin wird diese nach der deutschen Intervention erst ab 2017 verbindlich – weiter konnte nun durchgesetzt werden, dass sich die Verschuldungsgrenze auf das Tier 1-Kernkapital und nicht wie zuvor vorgeschlagen nur auf das harte Kernkapital bezieht.</p>
<p>„Banken feiern Pyrrhussieg in Basel“, so die analysierende Überschrift der Financial Times Deutschland zum Baseler Kompromiss. Man betont, dass die Institute auch nach den nun offenbar verabredeten Lockerungen vor gewaltigen Herausforderungen stehen, dass Eigenkapital aufzupuffern. Als „hart, aber fair“ bewerten unisono das Handelsblatt und die Börsen-Zeitung die kommunizierten Grundrisse von Basel III. Nun könne sich der „Jammerfaktor etwas herunterfahren“, kommentiert die Börsen-Zeitung. Die Regulatoren hätten es „fairerweise vermieden“, „den von der Finanzkrise ausgelösten Handlungsbedarf in einem Hau-Ruck-Verfahren enden zu lassen“. </p>
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		<title>EU-Finanzminister geben ihren Segen für Aufsichtsreform</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 07:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2009/03/papers13.jpg" alt="papers13" title="papers13" width="150" height="132" class="alignleft size-full wp-image-406" /><strong>Die Finanzminister der EU-Staaten haben den mit dem Europaparlament ausgehandelten Kompromiss zur Schaffung von drei neuen EU-Finanzaufsichtsbehörden und eines „Risikorats“ abgesegnet. </strong>
Aus Diplomatenkreisen in Brüssel höre man, dass selbst Großbritannien, das sich lange gegen eine Ausweitung europäischer Kompetenzen gesperrt hatte, den von der belgischen EU-Ratspräsidentschaft ausgehandelten Text im Grundsatz angenommen habe, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Weg zu einer Verabschiedung der Neuregelung durch den Ministerrat und das Parlament sei damit frei. In der Kontrolle von Banken, Versicherungen und Börsen hätten die EU-Behörden künftig...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2009/03/papers13.jpg" alt="papers13" title="papers13" width="150" height="132" class="alignleft size-full wp-image-406" /><strong>Die Finanzminister der EU-Staaten haben den mit dem Europaparlament ausgehandelten Kompromiss zur Schaffung von drei neuen EU-Finanzaufsichtsbehörden und eines „Risikorats“ abgesegnet. </strong><br />
Aus Diplomatenkreisen in Brüssel höre man, dass selbst Großbritannien, das sich lange gegen eine Ausweitung europäischer Kompetenzen gesperrt hatte, den von der belgischen EU-Ratspräsidentschaft ausgehandelten Text im Grundsatz angenommen habe, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der Weg zu einer Verabschiedung der Neuregelung durch den Ministerrat und das Parlament sei damit frei. In der Kontrolle von Banken, Versicherungen und Börsen hätten die EU-Behörden künftig das letzte Wort, wenn sich die nationalen Behörden im Krisenfall nicht über die Kontrolle grenzüberschreitend tätiger Banken einigen könne.</p>
<p>Keine Einigung konnten die Minister zur möglichen Einführung einer Finanztransaktionssteuer finden. Zwar warben Frankreich und Deutschland nochmals für das Instrument, das nach ihrer Auffassung das schnelle, hochspekulative Geschäft an den Börsen weniger attraktiv mache. Fast alle anderen EU-Staaten würden hingegen „massiven Widerstand“ leisten, berichtet das Handelsblatt. Daher konstatiert die Börsen-Zeitung in einem Kommentar: „Die Finanzmarkt-, Finanztransaktions- oder Finanzaktivitätssteuer ist tot. Mausetot.“ Dennoch will Deutschland an dem Ziel der Einführung einer solchen Steuer festhalten. Finanzminister Wolfgang Schäuble erkannte zwar an, dass es schwierig werde, das Vorhaben durchzusetzen. Dennoch gab er sich kämpferisch: „Da müssen wir noch viel Überzeugungsarbeit leisten.“ Bisher wird Deutschland lediglich von Frankreich und Österreich unterstützt – Finnland und Griechenland sind offenbar gesprächsbereit. Widerstand gibt es vor allem von Schweden und Großbritannien sowie der EU-Kommission.</p>
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		<title>Basel III: Wirtschaftsverband wenig begeistert</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2010 07:07:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel Geers</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hat erneute Kritik an den sich abzeichnenden Beschlüssen zu Basel III geäußert. Das neue Eigenkapitalregelwerk sei so wenig transparent und so unverständlich, dass der Verband die „nächste Welle erschwerter Finanzierung“ auf die Unternehmen zurollen sehe. Tatsache sei, dass die Unternehmen ein schlechtes Rating ihrer Bank mit bezahlten. Auch bei [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hat erneute Kritik an den sich abzeichnenden Beschlüssen zu Basel III geäußert. Das neue Eigenkapitalregelwerk sei so wenig transparent und so unverständlich, dass der Verband die „nächste Welle erschwerter Finanzierung“ auf die Unternehmen zurollen sehe. Tatsache sei, dass die Unternehmen ein schlechtes Rating ihrer Bank mit bezahlten. Auch bei den internationalen Rechnungslegungsstandards müsse Deutschland sich noch viel stärker einbringen, „um nicht noch mehr Terrain zu verlieren“, so der Verband (Quelle: Dow Jones Newswires).</p>
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		<title>„Basel III-Drama“ steuert auf Höhepunkt zu</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 12:53:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[<img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2010/01/basel3.jpg" alt="basel3" title="basel3" width="150" height="115" class="alignleft size-full wp-image-1486" /><strong>Die laufende Sitzung des Baseler Ausschusses zur Feinkalibrierung von Basel III und die erneuten Einwendungen der deutschen Banken gegen das Eigenkapitalregelwerk sorgen für ein aufgeregtes Stimmengewirr und verunsichern die Markakteure. </strong>
Die Financial Times Deutschland berichtet über ein aktuelles Diskussionspapier des Sekretariats des Baseler Ausschusses, in welchem die Forderung verankert sei, dass die Kernkapitalquote von Banken künftig „auf mindestens neun Prozent, teilweise sogar auf bis zu zwölf Prozent steigen soll“. Hintergrund ist ein entsprechender Bericht der „Zeit“ auf ihrem Online-Portal. Das Papier wird dabei als Entscheidungsgrundlage für die in Basel versammelten Aufseher beschrieben. Die FTD konstatiert: „Eine derart starke Erhöhung der Kernkapitalquote würde zu einem enormen Kapitalbedarf der Banken weltweit führen.“ Ähnliches befürchten die deutschen Kreditinstitute. So...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2010/01/basel3.jpg" alt="basel3" title="basel3" width="150" height="115" class="alignleft size-full wp-image-1486" /><strong>Die laufende Sitzung des Baseler Ausschusses zur Feinkalibrierung von Basel III und die erneuten Einwendungen der deutschen Banken gegen das Eigenkapitalregelwerk sorgen für ein aufgeregtes Stimmengewirr und verunsichern die Markakteure. </strong><br />
Die Financial Times Deutschland berichtet über ein aktuelles Diskussionspapier des Sekretariats des Baseler Ausschusses, in welchem die Forderung verankert sei, dass die Kernkapitalquote von Banken künftig „auf mindestens neun Prozent, teilweise sogar auf bis zu zwölf Prozent steigen soll“. Hintergrund ist ein entsprechender Bericht der „Zeit“ auf ihrem Online-Portal (<a href="http://www.zeit.de/wirtschaft/2010-09/basel-bankenregulierung">Die Zeit online, 6.9.</a>). Das Papier wird dabei als Entscheidungsgrundlage für die in Basel versammelten Aufseher beschrieben. Die FTD konstatiert: „Eine derart starke Erhöhung der Kernkapitalquote würde zu einem enormen Kapitalbedarf der Banken weltweit führen.“ Ähnliches befürchten die deutschen Kreditinstitute. So prognostiziert der Bundesverband deutscher Banken (BdB) einen zusätzlichen Eigenkapitalbedarf für die zehn größten deutschen Banken in Höhe von 105 Mrd. Euro. Alle deutschen Institute müssten Kredite im Volumen von mindestens 1000 Mrd. Euro abbauen, so die Aussagen des Verbandes. </p>
<p>Der BdB warnt zudem davor, dass Basel III – ähnlich wie das derzeit geltende Basel II – international nicht vollständig umgesetzt werden könnte und somit Wettbewerbsverzerrungen entstehen. Insbesondere befürchtet man, dass sich die US-Banken hier Wettbewerbsvorteile verschaffen. „Wir gehen davon aus, dass sich das ähnlich entwickeln kann wie bei Basel II“, wird Hans-Joachim Massenberg, Vize-Hauptgeschäftsführer des BdB, vom Handelsblatt zitiert. Auch die Sparkassen und der Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands (VÖB) warnen erneut vor den Folgen zu strikter Regelungen durch Basel III. Der VÖB richtet gar einen dramatischen Appell an den Finanzausschuss des Deutschen Bundestags. Die Börsen-Zeitung zitiert aus einem Schreiben: „Wir möchten um Unterstützung bitten, damit die deutsche Verhandlungsdelegation in Basel mit einem robusten politischen Mandat ausgestattet wird, um zu verhindern, dass das Eigenkapitalinstrument der stillen Einlage ersatzlos wegfällt.“ Weiter wird sorgenvoll ausgeführt: „Sollten stille Einlagen, wie geplant, nicht mehr als Kernkapital anerkennungsfähig sein, würde deutschen Kreditinstituten Kernkapital in Höhe eines mittleren zweistelligen Milliardenbetrags wegreguliert.“ Jedoch scheinen diese Einwände vergebens - hatte doch schon Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble am Freitag zu erkennen gegeben, dass Deutschland seinen Widerstand im Baseler Gremium in Bezug auf die Anrechenbarkeit stiller Einlagen beim „harten“ Kernkapital nicht aufrecht erhalten wird. „Deutschland wird Basel III nicht blockieren“, so seine Aussage (vgl. <a href="http://rmrg.de/?p=1792">RMRG vom 28.7.</a>). Deutschland würde sich nun auf eine zeitliche Streckung bei der Implementierung der Regularien konzentrieren.</p>
<p>Auch die Kommentatoren der Zeitungen beschäftigen sich eingehend mit dem Thema Basel III und den Warnungen der Finanzbranche. So versucht selbst die bankennahe Börsen-Zeitung auf ihrer Titelseite den „Horrorszenarien“ der Kreditinstitute die Dramatik zu nehmen. Würde man ebendiese „buchstaben- und zahlengetreu“ auslegen, „dann scheint der Untergang des Abendlandes nicht mehr fern“. Weiter wirbt man um Verständnis für die „Sisyphusaufgabe“ der Aufseher im Baseler Ausschuss: „Gehen sie mit den Banken zu sanft um, leisten sie der nächsten Krise Vorschub. Agieren sie zu rigoros, riskieren sie, die Welt in eine neue, noch tiefere Rezession zu treiben. Ohne Zweifel: In Basel wird heute mehr als nur Bankgeschichte geschrieben.“</p>
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		<title>EU-Stresstests haben Risiken der Banken nicht vollständig abgebildet</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Sep 2010 11:46:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Das heutige „Wall Street Journal Europe“ wendet sich in seinem heutigen Titelthema kritisch gegen die veröffentlichten Ergebnisse des jüngsten Bankenstresstests der Europäischen Union unter Federführung des Ausschusses der europäischen Bankenaufseher (CEBS). Gerade an der Kommunikation potenzieller Risiken im Bereich der Staatsanleihen entzündet sich die Kritik. Einige Großbanken hätten diese Risikoexpositionen klar zu niedrig ausgewiesen, in dem sie Anleihen nicht gemeldet hätten, die sie im Handelsbuch oder in Tochtergesellschaften hielten. Nach Aussagen von Vertretern der Finanzbranche seien die Individualexpositionen gegenüber einzelnen Ländern der Euro-Zone um mehrere Milliarden Euro quasi „heruntergerechnet“ worden. „Ganz offensichtlich erscheinen die Versuche von Politik und Aufsehern, mit den Tests das Vertrauen in den Bankensektor wieder aufzubauen, als gescheitert“, daher das kritische Fazit von Jacques Cailloux, Chief European Economist bei der Royal Bank of Scotland. Im Beitrag werden explizit die britische Großbank Barclays und die französische Credit Agricole als Beispiele für die Diskrepanzen angeführt. Auch die Financial Times Deutschland (online) greift den Bericht des WSJE aktuell auf und erkennt: „Stresstestmängel zermürben Investoren“. Die Marktakteure würden derzeit mit Nervosität auf die Meldungen reagieren. </p>
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		<title>Erste-Chef Treichl kritisiert den Ansatz von Basel III</title>
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		<pubDate>Mon, 06 Sep 2010 13:30:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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		<description><![CDATA[Andreas Treichl, Chef der österreichischen Erste Bank – Spitzeninstitut der dortigen Sparkassen, hält den Ansatz von Basel III für einen großen Fehler, weil kein Unterschied gemacht werde zwischen riskanten Investmentbankgeschäften und dem „normalen Sparkassengeschäft“. Die Banken müssten zurück zum normalen Kundengeschäft – „Hereinnahme von Einlagen, Vergabe von Krediten“. Und die Kunden müssten das auch zurückzahlen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Andreas Treichl, Chef der österreichischen Erste Bank – Spitzeninstitut der dortigen Sparkassen, hält den Ansatz von Basel III für einen großen Fehler, weil kein Unterschied gemacht werde zwischen riskanten Investmentbankgeschäften und dem „normalen Sparkassengeschäft“. Die Banken müssten zurück zum normalen Kundengeschäft – „Hereinnahme von Einlagen, Vergabe von Krediten“. Und die Kunden müssten das auch zurückzahlen können. Dies sei aber momentan nicht der Ansatz von Basel III. Weil die großen Banken in den USA und in Großbritannien viel mehr im Investmentbanking verdienten als im normalen Retailbanking, hätten sie kein Interesse, dass das Basel III-Regelwerk in Richtung des alten Sparkassengeschäfts verschoben werde. „Unsere Stimme ist nicht laut genug“, klagte Treichl im Rahmen des Wirtschaftsforums Alpbach.</p>
<p>In einem Beitrag der „Kleinen Zeitung“ wird Erste-CEO Andreas Treichl weiter dahingehend wiedergegeben, dass ausreichende Liquidität der zentrale Faktor für Banken sei, um Krisen zu überstehen. „Nächste Woche jährt sich zum zweiten Mal der Konkurs von Lehman Brothers. Lehman hat die Finanzkrise nicht ausgelöst, aber damals begann die dramatische Entwicklung an den Börsen. Lehman hatte damals ein Core-Tier-1-Kapital von 11 Prozent.“ Es sei also nicht mangelndes Eigenkapital, das die Weltwirtschaftskrise ausgelöst habe, so der als einer der eifrigsten Basel III-Kritiker bekannte Treichl (vgl. <a href="http://rmrg.de/?p=1580">RMRG vom 4.5.</a>).</p>
<p>Im Rahmen des „Forum Alpbach“ diskutierte Treichl mit dem österreichischen Finanzminister Josef Pröll, dem tschechischen Notenbankgouverneur Miroslav Singer und der rumänischen Finanzminister Gheorghe Vladescu über die zukünftigen Eigenkapitalvorschriften für Banken und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft. Das Portal „boerse-express“ merkte dazu an: „Die Fragen, wieviel Eigenkapital  die Banken künftig unterlegen müssen und wieviele Assets (die im Notfall schnell zu Geld gemacht werden können), bewegen seit geraumer Zeit die Gemüter - auch vor dem Hintergrund nationaler Interessenskonflikte.“</p>
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		<title>Entscheidende Sitzung im Baseler Ausschuss: Deutsche Vertreter stehen unter großem Druck</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Sep 2010 13:04:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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		<category><![CDATA[Sabine Lautenschläger]]></category>

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		<description><![CDATA[<img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2009/05/aufsichtkurve.jpg" alt="aufsichtkurve" title="aufsichtkurve" width="150" height="134" class="alignleft size-full wp-image-647" /><strong>Die Bankenbranche erwartet die für ihre künftige Geschäftsausrichtung entscheidenden Festlegungen der internationalen Regulatoren.</strong>
„Showdown im Baseler Ausschuss“, so die dramatisch formulierte Vorausschau der Börsen-Zeitung auf die für die Feinkalibrierung des Basel III-Regelwerks entscheidende Sitzung des Gremiums am Dienstag (7.9.). Als „Knackpunkt“ wird dabei die Höhe der künftigen Kapitalquoten und die entsprechenden Übergangsfristen zur Anlegung ebendieser. „Von deutscher Seite werden wie gewohnt die Exekutivdirektorin für Bankenaufsicht bei der BaFin, Sabine Lautenschläger, und der Vizepräsident der Bundesbank, Franz-Christoph Zeitler, an dem Treffen teilnehmen“, wird angemerkt. Vor allem beim verordneten Aufbau zusätzlicher Kapitalpuffer erwartet die Zeitung „hitzige Diskussionen“...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2009/05/aufsichtkurve.jpg" alt="aufsichtkurve" title="aufsichtkurve" width="150" height="134" class="alignleft size-full wp-image-647" /><strong>Die Bankenbranche erwartet die für ihre künftige Geschäftsausrichtung entscheidenden Festlegungen der internationalen Regulatoren.</strong><br />
„Showdown im Baseler Ausschuss“, so die dramatisch formulierte Vorausschau der Börsen-Zeitung auf die für die Feinkalibrierung des Basel III-Regelwerks entscheidende Sitzung des Gremiums am Dienstag (7.9.). Als „Knackpunkt“ wird dabei die Höhe der künftigen Kapitalquoten und die entsprechenden Übergangsfristen zur Anlegung ebendieser. „Von deutscher Seite werden wie gewohnt die Exekutivdirektorin für Bankenaufsicht bei der BaFin, Sabine Lautenschläger, und der Vizepräsident der Bundesbank, Franz-Christoph Zeitler, an dem Treffen teilnehmen“, wird angemerkt. Vor allem beim verordneten Aufbau zusätzlicher Kapitalpuffer erwartet die Zeitung „hitzige Diskussionen“. Zusammenfassend heißt es: „Im Extremfall, so betonen Regulierungsexperten, könnten Banken, die bislang gemäß Baseler Regeln mit einer Eigenkapitalunterlegung von 8 % ausgekommen sind, bei Addierung aller Puffer künftig auf eine Vorgabe von bis zu 15 % kommen.“</p>
<p>Die „Wirtschaftswoche“ sieht gerade die deutschen Banken mit Spannung den Entscheidungen des Gremiums entgegenfiebern. Das Magazin konstatiert, dass die Baseler Aufseher den Banken gegenüber der ursprünglichen Konsultationsvorlage schon sehr weit entgegengekommen sind – z.B. durch großzügige Übergangsfristen. Weiter heißt es, dass die deutsche Bankenlobby dennoch weiter ein „dramatisches Bild“ der Basel III-Auswirkungen zeichnen würde, um sicher zu gehen, dass die deutschen Vertreter im Baseler Ausschuss am Dienstag ein weiteres Mal „nicht nachgeben“. Dabei bezieht man sich auf die Unterschriftsverweigerung der BaFin- und Bundesbank-Vertreter bei der jüngsten Sitzung des Gouverneursrats des Baseler Ausschusses, die auf ein kritisches Echo stieß und Deutschland in der Regulierungsdebatte isoliert hatte (<a href="http://rmrg.de/?p=1806">RMRG vom 29.7.</a>).</p>
<p>Auch die Politik übt weiter Druck auf die Aufseher aus: „Deutschland darf bei der Überarbeitung der Eigenkapitalvorschriften nicht zum Verlierer werden“, fordert der bayrische Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) in einem Brief an die deutschen Vertreter im Baseler Ausschuss im Vorfeld der entscheidenden Sitzung. Um Wettbewerbsnachteile zu vermeiden, müsse alles Machbare unternommen werden. Deutsche Besonderheiten – z.B. bei den Kapitalinstrumenten – seien noch nicht ausreichend berücksichtigt. „Die kürzlich vorgestellte Auswirkungsstudie zu den Folgen von Basel III darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir international gleiche Wettbewerbsbedingungen brauchen“, so der bayrische Finanzminister (weitere Quelle: Pressemitteilung).</p>
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		<title>Plädoyer für Eigenkapitalunterlegung von Finanzaktiva</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Sep 2010 06:49:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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Die Experten loben in einem Beitrag für die Financial Times Deutschland einleitend die Grundausrichtung von Basel III. „Basel hat das Ziel, die Geschäftsaktivität einer Bank so zu regulieren, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit der Bank minimiert wird.“ Man müsse jedoch immer das Systemrisiko des Bankensektors im Blick haben. So sei die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Bank nicht unabhängig von der Ausfallwahrscheinlichkeit anderer Institute. Diese Interdependenz beschreiben die Autoren mit folgendem Beispiel: „Es entsteht eine ähnliche Situation wie im Kino, wenn ein Zuschauer aufsteht, um seine eigene...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2009/02/papers3.jpg" alt="papers3" title="papers3" width="150" height="119" class="alignleft size-full wp-image-50" /><strong>Nach Ansicht von David Milleker und Stefan Sauerschell, Chefvolkswirt und Fondsmanager bei Union Investment, sollte der dritte Baseler Eigenkapitalakkord ein „Korsett“ für alle Finanzakteure sein. </strong><br />
Die Experten loben in einem Beitrag für die Financial Times Deutschland einleitend die Grundausrichtung von Basel III. „Basel hat das Ziel, die Geschäftsaktivität einer Bank so zu regulieren, dass die Ausfallwahrscheinlichkeit der Bank minimiert wird.“ Man müsse jedoch immer das Systemrisiko des Bankensektors im Blick haben. So sei die Ausfallwahrscheinlichkeit einer Bank nicht unabhängig von der Ausfallwahrscheinlichkeit anderer Institute. Diese Interdependenz beschreiben die Autoren mit folgendem Beispiel: „Es entsteht eine ähnliche Situation wie im Kino, wenn ein Zuschauer aufsteht, um seine eigene Sicht auf die Leinwand zu verbessern. Nur verschlechtert er damit eben auch die Sicht vieler anderer.“ Ebendiese Problematik müsse Regulierung adressieren. „Zentraler Ansatzpunkt der Basel III-Vorschläge hierbei ist die Schaffung besserer Puffer, sodass – um im Bild zu bleiben – sich erst gar keiner aus seinem Sitz erheben muss“, heißt es.</p>
<p>Im zweiten Teil ihres FTD-Beitrags merken die Union Investment-Autoren an, dass es ein grundsätzliches Problem sei, dass die Baseler Regeln nur die Banken in den Blick nehmen würden, „nicht aber andere Finanzmarktakteure“. So heißt es: „Faktisch stehen diese aber unter genau denselben Zwängen, auf Schieflagen durch Verkauf von Aktiva oder die Erhöhung von Eigenkapital zu reagieren. Und ob ein Wertpapier nun im Krisenfall von einer Bank, einem Finanzinvestor oder einem Hedge-Fonds verkauft wird, macht für den Einfluss auf den Marktpreis keinen Unterschied.“ Völlig wirkungslose werde Regulierung gar für den Fall, wenn man einen Teil des Systems straffer reguliert, einen anderen aber belässt wie zuvor. „Verlagert sich dann nämlich die Aktivität in den anderen, unregulierten Teil des Systems, ändert sich am Gesamtzustand nichts.“</p>
<p>Als Vorschlag zur Auflösung dieses Regulierungsdilemmas verweisen Milleker und Sauerschell abschließend auf einen Vorschlag der Ökonomen Samuel Hanson, Anil Kashyap und Jeremy Stein, die Mindestgrenzen für die Eigenkapitalunterlegung von Finanzaktiva festsetzen wollen, „egal von welchem Akteur das Papier gehalten wird“. Die Experten von Union Investment plädieren dafür, dass diese Mindestgrenze unabhängig vom Rating der Wertpapiere sein solle. „Dadurch kann in einer Krisensituation die durch Ratingherabstufungen ausgelöste Eigenkapitalschwäche im Finanzsystem abgemildert werden.“ Zur Diskussion um die Auswirkungen von Basel III heißt es abschließend: „Kurzfristige Entzugserscheinungen sind aber immer eine schwache Begründung, das als richtig Erkannte nicht oder nur halbherzig zu tun.“</p>
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		<title>„Zukunft der Finanzregulierung“ in der Diskussion</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 13:04:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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„Wir müssen uns mehr auf die Vernetzung des Finanzsystems insgesamt konzentrieren -und auf die Verhaltensweisen der Akteure im Banksystem“, betonte dabei Svein Andresen, Generalsekretär des Financial Stability Board (FSB). Es genüge nicht allein, sich auf höhere Kapital- und Liquiditätspuffer zu verlassen. Der Vize-Gouverneur der Schweizer Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, thematisierte die „too big to fail“-Problematik des Bankensektors und forderte dabei eine „einfache und effektive Regulierung“. Dabei sollte man der jeweiligen Bank allerdings freistellen, ob sie etwa bei der...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2009/09/boez.jpg" alt="boez" title="boez" width="150" height="117" class="alignleft size-full wp-image-1096" /><strong>„Bei der Regulierung nicht die Risikokultur vergessen“, so die zusammenfassende Überschrift der Börsen-Zeitung zur Veranstaltung „Zukunft der Finanzregulierung“ die im Rahmen der Jahrestagung der European Finance Association (EFA) in Frankfurt stattfand. </strong><br />
„Wir müssen uns mehr auf die Vernetzung des Finanzsystems insgesamt konzentrieren -und auf die Verhaltensweisen der Akteure im Banksystem“, betonte dabei Svein Andresen, Generalsekretär des Financial Stability Board (FSB). Es genüge nicht allein, sich auf höhere Kapital- und Liquiditätspuffer zu verlassen. Der Vize-Gouverneur der Schweizer Nationalbank (SNB), Thomas Jordan, thematisierte die „too big to fail“-Problematik des Bankensektors und forderte dabei eine „einfache und effektive Regulierung“. Dabei sollte man der jeweiligen Bank allerdings freistellen, ob sie etwa bei der Vorgabe höherer Eigenkapitalquoten zusätzliche Mittel einwirbt oder nicht doch lieber das Geschäftsvolumen schrumpfen lässt.</p>
<p>Christian Sewing, Chief Credit Officer der Deutschen Bank in London, stellte sich in seinem Beitrag den Ausführungen Jordans entgegen und verdeutlichte, dass er die ausschließliche Konzentration auf die Frage „too big to fail“ für überzogen hält. Es habe sich schließlich in der Finanzkrise gezeigt, dass in der Mehrzahl vor allem kleine und mittlere Institute sowie Hypothekenbanken in Schieflage geraten seien. Die Größe selber sei kein Maßstab, ob eine Bank in Schwierigkeiten kommen könne; entscheidend sei das dahinterstehende Geschäftsmodell. Sewing forderte zudem, ein verstärktes Augenmerk auf das Risikomanagement in den einzelnen Banken zu legen, welches „die erste Verteidigungslinie in einer Krise darstellt“.</p>
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		<title>Basel III-Kommunikation wird zum Standardrepertoire der Banken</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 12:15:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tobias Dieterich</dc:creator>
		
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Keine Zahlenpräsentation, kein Interview mit Topmanagern der Banken kommt ohne dieses Thema aus. Die noch ausstehende Feinkalibrierung der Regularien im Baseler Ausschuss sorgt für Unsicherheit unter Marktakteuren und interessierter Öffentlichkeit – und erhöht somit im selben Zug den Informationsbedarf. Nicht umsonst erkennt „Der Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe im dritten Baseler Eigenkapitalakkord einen „Stresstest der besonderen Art“ für die deutsche Bankenbranche – zuvorderst für den hiesigen Landesbankensektor. Die besonderen deutschen Kapitalinstrumente und...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://rmrg.de/wp-content/uploads/2010/01/basel3.jpg" alt="basel3" title="basel3" width="150" height="115" class="alignleft size-full wp-image-1486" /><strong>Die Bewertung möglicher Auswirkungen schärfere Eigenkapital- und Liquiditätsregeln (Stichwort Basel III) auf das eigene Institut gehört mittlerweile zum Standardrepertoire der Außenkommunikation der Banken.</strong><br />
Keine Zahlenpräsentation, kein Interview mit Topmanagern der Banken kommt ohne dieses Thema aus. Die noch ausstehende Feinkalibrierung der Regularien im Baseler Ausschuss sorgt für Unsicherheit unter Marktakteuren und interessierter Öffentlichkeit – und erhöht somit im selben Zug den Informationsbedarf. Nicht umsonst erkennt „Der Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe im dritten Baseler Eigenkapitalakkord einen „Stresstest der besonderen Art“ für die deutsche Bankenbranche – zuvorderst für den hiesigen Landesbankensektor. Die besonderen deutschen Kapitalinstrumente und der in vielen Fällen verbaute Weg zum Kapitalmarkt würde die Institute vor Herausforderungen stellen. Proaktiv kommuniziert daher der Nord/LB-Chef Gunter Dunkel im Interview mit der Börsen-Zeitung die interne Prüfung möglicher Wege zur Kapitalstärkung. Als Motivation beschreibt Dunkel klar die Basel III-Eigenkapitalanforderungen und das Abschneiden seines Instituts beim jüngsten EU-Bankenstresstest. „Natürlich ist eine ganz deutliche Lehre aus diesem Test auch, dass wir über die Frage nachdenken müssen, wie wir unser Kapital stärken können“, so seine Aussage. Die Träger der Bank seien sich darüber im Klaren, dass „die Kapitalisierung der Bank in absehbarer Zeit auf der Tagesordnung stehen wird“.</p>
<p>Auch der Chef der DekaBank, Franz Waas, wird im Interview der Börsen-Zeitung mit der Frage konfrontiert, inwiefern sein Institut von Basel III betroffen sei. Aufgrund der noch ausstehenden Detailregelungen erbittet sich der Banker eine Antwort unter Vorbehalt und führt aus: „Wir wären insoweit betroffen, wenn unsere stillen Einlagen in Höhe von 552 Mio. Euro nicht als hartes Kernkapital anerkannt würden. Aber das bereitet uns bei einer angenommenen Mindestkernkapitalquote von beispielsweise 6% keinerlei Kopfschmerzen.“ Das Blatt hakt nach, und will erfahren, ob die Deka ohne eine Kapitalerhöhung auskäme. „Ja. Handlungsbedarf könnte sich allerdings mit Blick auf die Leverage Ratio und die Liquiditätskennziffern ergeben“, so Waas’ einschränkende Antwort.</p>
<p>Klarer schließt hingegen die BayernLB eine Kapitalerhöhung infolge Basel III aus: Trotz einer leichten Verschlechterung der Kapitalausstattung sieht sich die Landesbank weiterhin „solide“ kapitalisiert. Etwa 80 Prozent seien hartes Kernkapital, das Institut müsse deshalb nicht fürchten, dass ein großer Teil ihres Eigenkapitals künftig nicht mehr anerkannt werde. Für die geplanten Basel III-Eigenkapitalregeln benötige das Institut keine weitere Kapitalerhöhung, sagte Bankchef Gerd Häusler. Klaus Fleischer, Bankenprofessor aus München und Berater der Wirtschaftskanzlei RP Richter, hält jedoch den Rückgang der Kernkapitalquote von 10,9 auf 10,4 Prozent gerade vor dem Hintergrund von Basel III für bedenklich, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe.</p>
<p>Unterdessen meldete sich der Präsident des Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, in einem FAZ-Interview in alarmistischem Ton zur Basel III-Diskussion zu Wort. Gefragt, ob er die Basel III-Regularien unterstütze, antwortete der Sparkassen-Präsident: „Grundsätzlich ja, mehr Eigenkapital zur Eigenvorsorge ist richtig. Wichtig ist allerdings, dass Deutschland bei der Anerkennung stiller Einlagen als Eigenkapital sowie Genussrechte und stillen Vorsorgereserven als Ergänzungskapital hart bleibt.“ Es könne nicht sein, dass solche Eigenkapitalinstrumente, „die dauerhaft einer Bank zur Verfügung stehen und voll am Jahresverlust teilhaben“, nicht anerkannt werden, nur weil sie außerhalb Deutschlands weniger bekannt seien. Weiter warnte Haasis vor den Auswirkungen schärferer Liquiditätsregeln: „Nach den aktuellen Plänen sollen in den Kreditinstituten hauptsächlich noch Forderungen an Staaten und Zentralbanken als Liquiditätspuffer anerkannt werden. Allein die Sparkassen müssten dann 22 Mrd. Euro in zusätzliche liquide Mittel umschichten, die dann nicht mehr für die Kreditvergabe bereitstünden.“ (weitere Quellen: Handelsblatt, Financial Times Deutschland)</p>
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