Presse schwenkt auf Terminus „Basel III“ um

14. Januar 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Basel II / Basel III

basel3Nach Analyse des Handelsblatts steht das laufende Jahr für alle Finanzinstitute im Zeichen regulatorischer Herausforderungen.
Dazu wird angemerkt: „Unter der inoffiziellen Bezeichnung ‚Basel III’ wird ein ganz neuer Rahmen gesetzt, mit deutlichen Auswirkungen für die Kapitalausstattung und die Refinanzierung der Banken.“ Ein Analyst prognostiziert: „Die großen Banken werden am Ende des Prozesses stärker dastehen, die kleinen fallen bei den Renditen zurück.“ Auch die FAZ thematisiert diese Herausforderungen und nimmt Bezug auf eine JP Morgan-Studie zur Geschäftsentwicklung von Investmentbanken, die verdeutlicht, dass die nächsten Quartalsgewinne für die Institute von großer Bedeutung sind, um damit die „Kapitalbasis mit Blick auf die künftigen Eigenkapitalanforderungen nach ‚Basel III’ aufzustocken“. Weiter heißt es: „Für die Banken ist entscheidend, wie viel dieses Ertrages sie als kapitalbildende Maßnahme einbehalten müssen, um den neuen Eigenkapitalvorschriften nach Basel III gerecht zu werden, die bereits Ende 2012 gelten sollen.“

Im zweiten Teil des FAZ-Beitrags wird auf eine weitere Auswirkungsstudie der Credit Suisse (CS) verwiesen, in der die als „Basel III“ bezeichnete Reform des zweiten Eigenkapitalakkords schon auf das dritte und vierte Quartal 2009 angelegt wurde. In diesem Falle hätten die europäischen Banken 303 Mrd. Euro neues Kapital stellen müssen. „Anderenfalls wäre ihre Kernkapitalquote 8,7 auf 5,2 Prozent gefallen.“ Nach CS-Prognose könnten die bis zum Jahr 2012 einbehaltene Gewinne in Höhe von 78 Mrd. Euro und Anpassungen der Vorschriften mit Blick auf Minderheitsbeteiligungen den Kapitalbedarf aber so schmälern, dass die Institute nur noch 139 Mrd. Euro zusätzliches Kapital aufbringen müssen.

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