Fed-Analyse zur Umgehung von Basel II bei Hypotheken-Portfolio
28. Mai 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Basel II / Basel IIIIm Rahmen der G20-Einigung auf eine Neuregulierung des Finanz- und Bankensektors haben die USA die bislang ausgebliebene Implementierung von Basel II für ihre Bankenbranche zugesagt. Auch wenn mit Blick auf jüngste offizielle Verlautbarungen neuerliche Verzögerungen bei diesem Prozess zu erwarten sind, beschäftigen sich die dortigen Institute bereits mit den etwaigen Herausforderungen infolge der neuen Regularien. Vor diesem Hintergrund untersuchen Julapa Jagtiani und Christopher Henderson vom Fed-Departement in Philadelphia am Beispiel eines Hypotheken-Portfolios, ob Banken die Mindesteigenkapitalanforderungen durch Modifikationen dieses Portfolios umgehen können. Unter Basel I seien die Banken nicht dazu angehalten gewesen, ihre Hypothekenaktivitäten mit signifikanten Eigenkapitalpositionen unterlegen zu müssen - Basel II soll diesen Zustand eigentlich korrigieren. Doch die Autoren merken an: “[...] the variation of the model, particularly how mortgage portfolios are segmented, could have a significant impact on the default and loss estimated and, thus, could affect the amount of capital that banks are required to hold.”
Als Ergebnis halten die Finanzexperten fest: “[...] that the calculated Basel II capital varies considerably across the default prediction model and segmentation schemes, thus providing banks with an incentive to choose an approach that results in the least required capital for them.”
Nähere Informationen zur entsprechenden Studie können unter folgendem Kontakt erfragt werden: t.dieterich@rmrg.de