Finanzbranche hat Kritik an “Value at Risk” ignoriert
22. Juli 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News
Die in finanzmathematischen Verfahren und Modellen angewandte Kennziffer “Value at Risk” (VaR) steht seit geraumer Zeit in der Kritik.
Dabei wird die Frage gestellt, ob die gängigen Risikomodelle der Banken in ausreichendem Maße in der Lage sind, die Komplexität an den Finanzmärkten zu erfassen, und ob es ihnen gelingt, zeitnah auf Extremereignisse zu reagieren. Hans Geiger, emeritierter Professor am Institut für schweizerisches Bankwesen der Universität Zürich, kritisiert jetzt in einem Beitrag für den “Tages-Anzeiger” die Risikokennzahl “Value at Risk” (VaR) als das “dümmste Risikomaß” - zumindest in Anwendung auf die Regulierung von Banken. Über die Zeit habe sich VaR zur universellen Kennzahl der Branche entwickelt. Geiger erklärt: „Der VaR gibt an, welchen Wert der Verlust einer bestimmten Position mit einer gegebenen Wahrscheinlichkeit bei einer definierten Halteperiode nicht überschreiten wird. Beläuft…