FSA-Chef sorgt mit Schreckgespenst „Tobin-Steuer“ für Unruhe
28. August 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: RegulierungMit dem Vorschlag der Einführung einer weltweiten Steuer auf Finanzgeschäfte sorgt der Chef der britischen Finanzaufsicht FSA, Adair Turner, für Aufsehen. Die Pläne sind offenbar am 1972 durch den US-Ökonomen James Tobin entworfenen Modell einer Steuer auf sämtliche internationale Devisentransaktionen orientiert. Daher greift die Presse in ihrer Berichterstattung das Stichwort der umstrittenen „Tobin-Steuer“ dankbar auf. [...]
Im Rahmen der Jahreskonferenz der British Bankers Association (BBA) erteilte Jose Maria Roldan, Vorsitzender der Standards Implementation Group des Baseler Ausschusses, Forderungen nach einem neuen Eigenkapitalregelwerk „Basel III“ eine deutliche Absage.
Der Britische Bankenverband (BBA) hat in einem Brief an die Finanzaufsichtsbehörde FSA davor gewarnt, dass die Pläne der Behörde für eine Reform der Bankenregulierung, den Finanzplatz London gegenüber anderen Finanzzentren in Hintertreffen geraten lassen könnten.
Die vom Chef der britischen Finanzaufsicht FSA, Adair Turner, angestoßenen Regulierungsverschärfungen könnten die Royal Bank of Scotland (RBS) bald gänzlich in staatliche Hand bringen.