Beiträge zum Stichwort ‘ Bilanzierungsregeln ’

Basel III: Wirtschaftsverband wenig begeistert

8. September 2010 | Von Daniel Geers | Kategorie: Basel II / Basel III

Der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) hat erneute Kritik an den sich abzeichnenden Beschlüssen zu Basel III geäußert. Das neue Eigenkapitalregelwerk sei so wenig transparent und so unverständlich, dass der Verband die „nächste Welle erschwerter Finanzierung“ auf die Unternehmen zurollen sehe. Tatsache sei, dass die Unternehmen ein schlechtes Rating ihrer Bank mit bezahlten. Auch bei [...]



Neue Regeln für Kreditrisikovorsorge stoßen auf breites Echo

9. November 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers8Der letzte Woche vom International Accounting Standards Board (IASB) präsentierte Entwurf eines neuen Standards für die Erfassung der Kreditrisikovorsorge stößt in der Wirtschaftspresse auf ein breites Echo.
So sieht die FAZ eine „gravierende Umstellung in der Rechnungslegung“ und das Handelsblatt erkennt: „Drohende Verluste müssen schneller in die Bilanz.“ „Dem neuen Ansatz liegt das Verständnis zugrunde, dass im Zins eine Risikoprämie für erwartete Verluste entsprechend der Schuldnerbonität enthalten ist“, erklärt die Financial Times Deutschland. Diese Verlustschätzung muss außerdem regelmäßig überprüft und eventuell angepasst werden. „Im Idealfall sorgt das neue Modell dafür, dass die Erträge der Banken weniger schwanken. Schätzt eine…



Schwarz-Gelbe Pläne zur Bankenregulierung im kritischen Fokus

29. Oktober 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers_fnp„Experten kritisieren naive Bankenpläne von Schwarz-Gelb“, so die Überschrift eines Beitrags von „Spiegel Online“, der auch die Formulierungen zur Neuausrichtung der Eigenkapitalrichtlinien für Banken beleuchtet.
„Es gibt Passagen, die zeigen, wie fest die Koalition darauf hofft, dass sich Krisenrisiken einfach wegregulieren lassen“, wird Hans-Peter Burghof, Bankenprofessor an der Universität Hohenheim, zitiert. „In manchen Punkten macht sie sich ziemliche Illusionen.“ Zur im Koalitionsvertrag angedeuteten, modifizierten Auslegung der Kapitalrichtlinien nach Risiko und Systemrelevanz, merkt Werner Neus, Professor am Lehrstuhl für Bankwirtschaft der Universität Tübingen, an: „Die kommende Regierung trägt damit Einwänden der…



DZ Bank-Chef zu Regulierungsplänen: Es kann „einem Angst und Bange werden“

11. September 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

testsIm Rahmen der Handelsblatt-Konferenz „Banken im Umbruch“ hat DZ Bank-Vorstandschef Wolfgang Kirsch vor Wettbewerbsnachteilen für den deutschen Bankensektor gewarnt.
Mit Blick auf die vom Baseler Ausschuss angekündigte, ergänzenden Leverage Ratio rief er dazu auf, die Besonderheiten des deutschen Bankensystems wie die in anderen Ländern eher unübliche Nutzung von Nachrangkapital angemessen zu berücksichtigen. Bei Änderungen der Eigenkapitalregeln sollten die Proberechnungen mit den Banken ausreichend diskutiert werden. Die jetzt forcierte Regulierungsagenda für den Bankensektor bewertete Kirsch durchaus kritisch – es könne „einem Angst und Bange werden“, zitiert die Börsen-Zeitung. Insbesondere beim Thema Rechnungslegung forderte der DZ Bank-Chef eine…



Wirtschaftsprüfer wollen Basel II-Regelwerk “atmen” lassen

7. September 2009 | Von Daniel Geers | Kategorie: Basel II / Basel III

„Die aufgrund der Finanzmarktkrise eingetretenen Bewertungsverluste haben das bilanzielle und auch das aufsichtsrechtliche Eigenkapital gemindert. Die Folge ist eine Reduzierung des möglichen Geschäftsvolumens der Kreditinstitute“, so die Analyse des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) im Rahmen eines Pressegesprächs. Vorschläge, diese prozyklische Wirkung dadurch zu beseitigen, dass Bewertungsverluste nicht in voller Höhe in der Rechnungslegung berücksichtigt werden, [...]



Unterschiedliche Auffassungen zur Reform der Bilanzierungsregeln

30. August 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers13Der Baseler Ausschuss spricht sich für eine grundlegende Reform des im IFRS verankerten Rechnungslegungsstandards für Finanzinstrumente (IAS 39) aus.
In einer am Donnerstag veröffentlichten Leitlinie unterstreicht das Gremium nach Analyse der Börsen-Zeitung die Bedeutung, Lehren aus der Krise zu ziehen. So müssten über den reformierten Standard unter anderem Verluste aus dem Kreditgeschäft frühzeitig transparent machen, so dass es den Banken ermöglicht wird, stabile Rückstellungen zu bilden. Außerdem müsse berücksichtigt werden, dass die „Fair Value“-Bilanzierung nicht wirksam sei, wenn Märkte im Chaos oder illiquide sind. Die FAZ sieht in der Vorlage eine Einmischung in die vom Standardsetzer IASB verantwortete Reform der Bilanzierungsregeln…



Studie sieht negative Effekte der “Fair Value”-Bilanzierung überbewertet

21. August 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

artikelDie im Zuge der Finanzmarktkrise in die Kritik geratene “Fair Value”-Bilanzierung ist – zumindest im US-Bankensektor – recht praktikabel, so das Ergebnis einer aktuellen Studie, auf die die Börsen-Zeitung hinweist.
Christian Leuz von der University of Chicago Booth School of Business und Christian Laux von der Goethe Universität Frankfurt stellen darin fest, dass die kritisierten Aspekte in der Praxis weniger drastische Auswirkungen hätten, als allgemein angenommen. „Meist wird angeführt, dass sie zu Boomzeiten die Bankbilanzen künstlich aufblähe und die Banken damit in die Lage versetze, mehr Fremdkapital aufzunehmen. Dies verleite die Institute dazu, höhere Risiken einzugehen. In Rezessionsphasen hingegen würden Banken durch Wertberichtigungen schnell in die Verlustzone rutschen“, fasst das Blatt die Kritik zusammen. Die Experten merken dazu an, das nur ein…



PwC-Experte sieht Weg zu weltweit einheitlicher Bilanzierung gefährdet

14. August 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers7Burkhard Eckes, Partner der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), warnt im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vor einem Ende des Konvergenzprozesses zwischen europäischen und amerikanischen Bilanzregeln.
„Der Weg zu einer weltweit einheitlichen Bilanzierungssprache könnte gefährdet sein.“ Zwar hätten US-GAAP und der europäische IFRS das Prinzip der Bewertung zum aktuellen Marktwert (Fair Value) gemeinsam, doch die US-Regeln ließen Verrechnungsmöglichkeiten bei Derivatpositionen zu. Die Standardsetzer IASB – verantwortlich für die IFRS – und das US-Pendant FASB würden bei der Überarbeitung der Bilanzregeln mittlerweile getrennte Wege gehen. Im Juli hatte der IASB sein erstes Teilkonzept für…



Warnung vor gefährlichem Aktionismus beim Bilanzrecht

30. Juli 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers5Hans Wagener, Vorstandsprecher von PricewaterhouseCoopers Deutschland, warnt im Gespräch mit dem Handelsblatt vor übereilten Änderungen am Bilanzrecht.
Mittlerweile werde eine neue Welle nationaler Sonderregelungen bei der Rechnungslegung befürchtet. „Wir geraten hier in eine Phase eines nationalen Bilanzierung-Protektionismus, in der sich die Staaten wieder auf die alten, eigenen Regeln besinnen“, beschreibt Wagener die gefährliche Entwicklung. „Ich appelliere an alle, in Ruhe die Situation zu analysieren und dann nachhaltige Maßnahmen zu entwickeln“, betont der PWC-Chef. Derzeit herrsche ein gefährlicher Aktionismus. „Wir haben zum Beispiel nach jahrelangen Diskussionen Basel II eingeführt. Jetzt hat das System den ersten Belastungstest nicht bestanden, und wir reden über eine Aufweichung.“ Derweil sorgt die vom Standardsetzer IASB eingesetzte „Financial Crisis Advisory Group“…



Bad-Bank-Modell könnte in weiterer Bilanzverlängerung münden

17. Juni 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers13Dorothea Schäfer und Klaus Zimmermann vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW) äußern sich in einem Gastkommentar für das Handelsblatt kritisch zum Bad-Bank-Modell der Bundesregierung.
Für die Autoren hat es den Anschein, „als wollten sich die Politiker um jeden Preis um den notwendigen klaren Schnitt und eine transparente Bereinigung der Bankbilanzen herumdrücken“. „Anstatt auf Zuführung frischen Kapitals setzt der Bad-Bank-Plan der Bundesregierung lediglich auf Freisetzung des vorhandenen, aber bislang in den toxischen Papieren gebundenen Eigenkapitals“, so die Analyse. Es sei fraglich, ob mit diesem Ansatz die Kreditvergabe der Banken wieder angekurbelt werden kann. Kredite müssten auch finanziert werden – hier zeige das…