Beiträge zum Stichwort ‘ Bundesbank ’

Entscheidende Sitzung im Baseler Ausschuss: Deutsche Vertreter stehen unter großem Druck

5. September 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

aufsichtkurveDie Bankenbranche erwartet die für ihre künftige Geschäftsausrichtung entscheidenden Festlegungen der internationalen Regulatoren.
„Showdown im Baseler Ausschuss“, so die dramatisch formulierte Vorausschau der Börsen-Zeitung auf die für die Feinkalibrierung des Basel III-Regelwerks entscheidende Sitzung des Gremiums am Dienstag (7.9.). Als „Knackpunkt“ wird dabei die Höhe der künftigen Kapitalquoten und die entsprechenden Übergangsfristen zur Anlegung ebendieser. „Von deutscher Seite werden wie gewohnt die Exekutivdirektorin für Bankenaufsicht bei der BaFin, Sabine Lautenschläger, und der Vizepräsident der Bundesbank, Franz-Christoph Zeitler, an dem Treffen teilnehmen“, wird angemerkt. Vor allem beim verordneten Aufbau zusätzlicher Kapitalpuffer erwartet die Zeitung „hitzige Diskussionen“…



Deutsche Blockadehaltung in Basel entzweit Redaktionen

27. August 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Basel II / Basel III

papers8Die jüngste Verweigerung der deutschen Vertreter im Gouverneursrat des Baseler Ausschusses hat heftige Diskussionen ausgelöst – offenbar auch innerhalb der Wirtschaftsredaktionen.
Zu Anfang dieser Woche äußerte FTD-Kolumnist Wolfgang Münchau Unverständnis für den deutschen Widerstand im Baseler Ausschuss, der derzeit an der Finalisierung schärferer Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken arbeitet, und kritisierte die unzureichende Kapitalausstattung der hiesigen Institute. Nur einen Tag später positioniert sich FTD-Autorin Nina Luttmer konträr zu ihrem Kollegen hält die deutsche Blockadehaltung für berechtigt. Zwar attestiert sie der in Basel agierenden BaFin und Bundesbank das Betreiben einer „klare Interessenpolitik“ – „Die Bundesrepublik sollte aber auch von anderen Ländern…



Finalisierung von Basel III durch taktische Spielchen geprägt

13. August 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers13Die Zweifel an einer einvernehmlichen Finalisierung der Reform der Eigenkapital- und Liquiditätsregeln wachsen - die Fronten zwischen den nationalen Aufsehern verhärten sich.
So meint die Financial Times Deutschland zu erkennen: „Zoff um Kapitalregeln wird härter“. Man verweist dabei auf Informationen der Nachrichtenagentur Reuters, wonach im Umfeld des federführenden Baseler Ausschusses Stimmen zu vernehmen seien, dass Banken künftig eine „harte“ Kernkapitalquote von mindestens sechs bis acht Prozent ausweisen sollen. Die den Banken eingeräumte Übergangsfrist läuft nach Reuters-Informationen bis 2018. „Viele deutsche Banken hätten dann großen Kapitalbedarf“, merkt das Blatt knapp an. Auch das Handelsblatt greift die neuen Informationen zu den Arbeiten des…



Eklat in Basel wird für Deutschland zum PR-Desaster

29. Juli 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

basel3_2Die vom Gouverneursrat des Baseler Ausschusses ohnehin schon aufgeweichte Agenda zur Finalisierung des Basel III-Regelwerks und die noch weitergehenden Forderungen seitens der deutschen Vertreter in Basel – bzw. deren Blockadehaltung – sorgen weiter für scharfe Kritik.
„Wer bremst denn da?“, fragt „Die Zeit“ in ihrer aktuellen Ausgabe und blickt auf die Arbeiten des Baseler Ausschusses an neuen Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften für die Bankenbranche. Im Fokus stehen dabei in erster Linie die jüngsten Unstimmigkeiten im Gouverneursrat des Gremiums, dessen verabschiedete Agenda für die Finalisierung von Basel III von den deutschen Vertretern, BaFin-Chef Jochen Sanio und Bundesbank-Vize Franz-Christoph Zeitler, nicht mitgetragen wurde. Diese verweigerte Zustimmung die in Anbetracht der üblicherweise einstimmig gefassten Baseler Entscheidungen, als außergewöhnliches Vorkommnis bezeichnet werden kann, hatte heftige…



Basel III-Blockade: Bundesbank und BaFin isolieren Deutschland in Regulierungsdiskussion

28. Juli 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

fingerprintsDie dem Baseler Ausschuss im so genannten Gouverneursrat vorstehenden Notenbanken- und Aufsichtsbehördenchefs haben entscheidende Maßgaben für die bis Ende 2010 zu finalisierende Reform der Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen (Stichwort Basel III) angekündigt.
Diese laufen klar auf eine Aufweichung der ursprünglich ausformulierten Vorschläge hinaus. So soll der Ausschuss im Rahmen der Kernkapitaldefinition die bisher anvisierten Abzugsregeln weniger streng gestalten. Man habe sich auf eine „vorsichtige Anerkennung“ von Minderheitsanteilen geeinigt, heißt es. Auch bei unkonsolidierten Beteiligungen an Banken sollen die Regeln weniger streng ausgelegt werden, als im bisherigen Vorschlag des Gremiums. Bei der teils heftig diskutierten Einführung einer festen…



Stresstest-Prozedere stresst Finanzinstitute und Bundesbank

2. Juli 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

stresstestsNach Meinung der Financial Times Deutschland konnten die Chefs der größten deutschen Banken in der Diskussion um die Behandlung künftiger Bankenstresstest-Ergebnisse einen „Teilsieg“ gegen die Politik erzielen.
Demnach hat Bundesbank-Präsident Axel Weber beim Treffen mit den Bankchefs am Mittwoch, die Position der Institute gegen eine „vollständige und unkontrollierte“ Veröffentlichung der Ergebnisse gestützt. So kündigte er Widerstand gegen den Plan an, das Ausmaß der Veröffentlichungen allein dem Ausschuss der europäischen Bankenaufseher (CEBS) zu überlassen – die Publikation der Ergebnisse an sich befürworte Weber. Die Bundesbank ist selbst auch im CEBS vertreten. Das Blatt sieht darin ein klare Kehrtwende Webers – deren Motivation derzeit unklar…



Weber unterstreicht Position in Finanzaufsichtsdiskussion

30. Juni 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Regulierung

In einem Beitrag für das aktuell vorgelegte Jahrbuch der Finanzplatzinitiative „Frankfurt Main Finance“ bezieht Bundesbank-Präsident Axel Weber erneut Position zum derzeit „auf Eis gelegten“ Umbau der deutschen Finanzaufsicht (vgl. RMRG vom 8.6.). „Die Bundesbank hat die volle Übertragung der Bankenaufsicht von der Politik nicht gefordert, ist aber zur Übernahme der größeren Verantwortung bereit“, so dessen [...]



EU-Bankenstresstest soll deutlich ausgeweitet werden

28. Juni 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

stresstestsDie EU-Bankenstresstests und die Behandlung der entsprechenden Ergebnisse stehen weiter im Mittelpunkt der Wirtschaftspresse.
Wie die Financial Times aktuell berichtet, könnten in den nächsten EU-Bankenstresstest weitaus mehr Institute einbezogen werden, als bislang. Demnächst sollen die Resultate des jüngsten, vom Gremium der europäischen Bankenaufseher (CEBS) verantworteten Test publik gemacht werden – dieser habe jedoch nur 26 EU-Banken im Fokus. Die nächste Überprüfung könne bis zu 100 Banken treffen. Hintergrund sind u.a. Informationen, wonach die EU vorsieht, dass auch die deutschen Landesbanken in die nächsten, schärfer formulierten Stresstests einbezogen werden. „Mit dem Schritt würde die EU auf den zunehmenden Druck reagieren, die Stresstests im Finanzsektor auszuweiten. Bislang umfassen sie lediglich große, grenzüberschreitend tätige Banken“, erklärt die Börsen-Zeitung…



Finanzaufsichtsstruktur: Koalition zwischen Union und Grünen?

14. Juni 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Regulierung

Wie „Die Welt“ berichtet, könnte es im Ringen um Neuordnung der Finanzaufsichtsstruktur in Deutschland zu einer Annäherung zwischen CDU/CSU und den Grünen kommen. Hintergrund sind entsprechende Aussagen des finanzpolitischen Sprechers der Grünen, Gerhard Schick, gegenüber der Zeitung. „Wir sind durchaus gesprächsbereit, denn wir sehen Veränderungsbedarf bei der Finanzaufsicht”, so Schick. Das Ganze dürfe nicht auf [...]



Reform der Finanzaufsicht ist auf Eis gelegt

8. Juni 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers_fnpWie von vielen Beobachtern schon vermutet, ist die Reform der Finanzaufsichtsstruktur in Deutschland vorerst ad acta gelegt.
So berichten die Financial Times Deutschland und die Süddeutsche Zeitung über entsprechende Aussagen von Finanzminister Wolfgang Schäuble und Bundesbankchef Axel Weber – beide wollen sich nicht mehr auf einen Zeitplan für die Reform festlegen. „Stattdessen sagten beide, es gebe wichtigere Probleme“, fasst die FTD die Aussagen im Rahmen des G20-Gipfels zusammen. Als Hintergrund werden „unüberbrückbare Differenzen in der Koalition und zwischen Bundesbank und Regierung“ angeführt (vgl. RMRG vom 7.5.). Schäuble verwies zudem indirekt auf ein Vorhaben im europäischen Rahmen, das eine Reform der deutschen Aufsicht in Frage stellen könne. Hier gehe es um Überlegungen, die Überwachung für alle systemrelevanten Institute auf EU-Ebene…