Beiträge zum Stichwort ‘ Standard & Poor’s ’

Coface steigt in Wettbewerb der Ratingagenturen ein

30. Juli 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Regulierung

Der französische Kreditversicherer Coface konkretisiert jetzt sein Vorhaben, als erste internationale Ratingagentur mit Sitz in Europa an den Start zu gehen. Coface hat seinen Antrag auf Zulassung bei dem dafür zuständigen Ausschuss der Europäischen Wertpapierregulierungsbehörden (CESR) eingereicht, berichtet u.a. die Financial Times Deutschland. Bedingt durch das Kreditversicherungsgeschäft sei Coface auf die Bewertung von Unternehmen spezialisiert [...]



S&P zwischen Selbstkritik und Vorwärtsverteidigung

6. Juli 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

ratingWohl erst zu dem Zeitpunkt, wenn die Macht der drei großen Ratingagenturen gebrochen und eine effektive Regulierung von Standard & Poor’s, Moody’s und Fitch implementiert ist, wird die mediale Kritik am Gebaren der Agenturen verstummen.
So blickt das Nachrichtenmagazin Focus in seiner aktuellen Ausgabe auf die Fehler der Agenturen im Zuge der Finanzmarktkrise zurück und bemängelt die noch immer ausstehende schärfere Regulierung. Doch auch die Ratingagenturen selbst, versuchen mit proaktiver Öffentlichkeitsarbeit ihre Argumente zu positionieren. So gibt sich der Chef der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P), Deven Sharma, im Interview mit dem Handelsblatt selbskritisch aufgrund der Fehlbewertungen seines Hauses im Segment der US-Hypothekenverbriefungen. „In diesem Bereich haben wir tatsächlich mit unseren Annahmen gründlich danebengelegen und daher…



Griechenland-Rating: SolvV hebelt Basel II aus

17. Juni 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Basel II / Basel III

basel2Die deutschen Banken müssen infolge des Downgrades für Griechenland auf einen so genannten „Ramsch-Status“ nicht mit negativen Folgen rechnen, berichtet die Financial Times Deutschland.
Zwar sehe Basel II bei der Ratingherabstufung von Staaten die Erhöhung der Risikogewichtung und damit eine höhere Eigenkapitalunterlegung vor, jedoch werde diese Regel für Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) durch die Solvabilitätsverordnung (SolvV) außer Kraft gesetzt. Für alle EWR-Staaten gelte nach Paragraf 26 SolvV das Risikogewicht „null“. Ohne diese Regelung, müssten beispielsweise Griechenland-Anleihen nach der jüngsten Ratingabstufung durch S&P und Moody’s vollständig mit acht Prozent Eigenkapital unterlegt…



Standard & Poor’s begrüßt Basel II-Reform

10. März 2010 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Basel II / Basel III

basel3Die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) hat in einer aktuellen Analyse ihre prinzipielle Unterstützung für die Reformarbeiten des Baseler Ausschusses verdeutlicht.
„Es handele sich um eine vernünftige Antwort auf die Schwächen des gegenwärtigen regulatorischen Ansatzes, die von der Krise aufgedeckt worden seien“, gibt die Börsen-Zeitung die S&P-Aussagen wieder. Mögliche materielle Konsequenzen für die Bonitätsnoten der Banken befürchtet die Agentur bislang nicht. Langfristig könne Basel III sich sogar positiv auf die Ratings auswirken, da die Regularien dazu beitragen, dass sich die Krisenfestigkeit der Institute erhöhe. Einschränkend heißt es in der Analyse jedoch, dass die Vergleichbarkeit der Kapitalquoten auch weiterhin von Unterschieden…



Wall Street Journal bewertet RAC positiv / Vergleich zu Basel II

2. Dezember 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Basel II / Basel III

paper_side„Ratingagenturen zeigen Unabhängigkeit“, titelt das „Wall Street Journal“ über einem Meinungsbeitrag, der die jüngsten Bemühungen der drei großen Ratingagenturen zur Verbesserung ihrer Analysen wohlwollend kommentiert.
Im Fokus steht dabei der von Standard & Poor’s jüngst vorgestellte und heftig diskutierte Ansatz der Ermittlung eines „Risk Adjusted Capital“ (RAC). Die sich dabei ergebende Eigenkapitalsituation im Bankensektor stelle sich deutlich kritischer dar, als die Basel II-Systematik erkennen lasse. „Granted, the widely used Basel II capital regime is being made stricter, but even after such changes, S&P’s approach could still be tougher, the firm estimates“, schreibt der…



„Risk Adjusted Capital“ weiter in der Diskussion

27. November 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

papers_messDie intensiv diskutierte, neue Standard & Poor’s-Messmethodik zur Ermittlung der Bankeneigenkapitalausstattung steht in der Berichterstattung der Wirtschaftspresse weiter im Mittelpunkt.
„S&P knickt vor Banken ein“, konstatiert die Financial Times Deutschland (online) und verweist auf Insider-Aussagen, wonach die Ratingagentur die ausgewiesenen Werte für verschiedene Banken zeitnah auf aktuellen Stand bringen will (vgl. RMRG vom 25.11.). S&P habe die RAC-Quote entwickelt, weil sie die Kapitalstärke der Institute besser abbilde als andere Zahlen. Im Bericht werden die Einwände der Banken – u.a. der besonders negativ bewerteten UBS – verdeutlicht. Die Schweizer Großbank hatte moniert, dass S&P „kein repräsentatives Bild“ von ihrer Kapitalstärke vermittle, weil in der Studie weder die Umwandlung von 6 Mrd. Franken in Aktienkapital im August noch die bis spätestens März 2010 vorgesehene Umwandlung von weiteren…



Diskurs über Bankenkapitalisierung / Kritik an bankinternen Risikomodellen

25. November 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

artikelAktuell rückt die Kapitalisierung der Banken durch eine neue Messmethodik in den Fokus der Öffentlichkeit.
Das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland berichteten gestern über eine S&P-Analyse, wonach ein Großteil der internationalen Banken als unterkapitalisiert eingestuft wird. Die Ratingagentur legt ihrer Analyse den im Frühjahr 2009 vorgestellten Parameter „Risk Adjusted Capital“ (RAC) zugrunde. Der Vergleich zeige, dass Banken wie die Citigroup, die UBS und die japanische Mizuho gemessen am weltweiten RAC-Durchschnitt von 6,7 Prozent extrem unterkapitalisiert seien. Für die Schweizer Großbank wurde ein Wert von 2,2 Prozent ermittelt, für die Citigroup 2,1 und für Mizuho der unterste Wert mit 2,0 Prozent. Bei den deutschen Banken markiert die BayernLB mit 7,6 Prozent den Spitzenwert, während…



Ratingagenturen sind sich keiner Schuld bewusst: Investoren haben Ratings nicht verstanden

12. August 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

ratingDie Debatte um die Ratings von Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s (S&P) für strukturierte Wertpapiere im Vorfeld der Finanzmarktkrise nimmt mit der Klage des US-Pensionsfonds Calpers gegen Agenturen weiter an Fahrt auf.
Die Investoren seien verärgert, weil die Ratingagenturen die Papiere vor der Finanzmarktkrise großenteils mit Bestnoten bewerteten und somit zum Kauf ebendieser motiviert hatten, berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Insbesondere bei den Banken „gäre“ es: Diese seien „[...] verpflichtet, die herabgestuften Wertpapiere mit deutlich mehr Eigenkapital zu unterlegen. Die Vorschriften der internationalen Kreditrichtlinie Basel II sind eindeutig: Je schlechter die Bewertung von Aktivposten, desto mehr Eigenkapital ist als Sicherheitspuffer erforderlich.“ Dem Bericht zufolge…



Ratingagenturen haben bedeutende Rolle unter Basel II nicht selbst gewählt

18. Mai 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Basel II / Basel III

Christina Bannier, Professorin an der Frankfurt School of Finance, äußert sich im Interview mit dem Anlegerblatt „Börse Online“ zum Einfluss der Ratingagenturen und deren Partizipation am Entstehen der Finanzmarktkrise. Die Agenturen machen sich aus ihrer Sicht kleiner, als sie sind. „Das hat juristische Gründe. Denn wer nur eine Meinung äußert, kann dafür nicht in Haftung [...]



Breite Front gegen prozyklische Wirkung von Basel II / Aussetzung gefordert

4. Mai 2009 | Von Tobias Dieterich | Kategorie: Top News

handDie problematische prozyklische Wirkung der Eigenkapitalregeln für Banken wird aktuell von Bankern, Vertretern der Finanzaufsicht und Politikern kritisiert. In seltener Einigkeit wird eine Abmilderung oder gar Aussetzung des Regelwerks gefordert.
Im Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ erkennt DZ Bank-Chef Wolfgang Kirsch in der künftigen Ausgestaltung der Kapitalanforderungen an Banken den entscheidenden Faktor für die Gesundung der Branche. „Ich denke, man kann die Verantwortlichen nur bitten, dafür zu sorgen, dass die stark prozyklischen Kapitalregeln nach Basel II abgemildert werden. Wir rechnen uns sonst um Kopf und Kragen“, so sein eindringlicher Appell. Die Systematik der Eigenkapitalregeln verschärfe die Krise…